Segelflug ist Teamarbeit!

  • Impression vom Segelfug in Hengsen-Opherdicke

Segelflug findet bei uns von April bis Oktober statt. Im Winter machen wir unsere Segelflugzeuge in der Werkstatt fit.

Bei uns kannst du als Pilot mit Lizenz fliegen oder aber die Segelflug-Ausbildung absolvieren. Beides setzt eine aktive Mitgliedschaft in unserem Verein voraus. Über die Konditionen informieren wir dich gerne am Flugplatz. Schau doch mal vorbei!

Hier möchten wir einen kurzen Eindruck vom Segelflugbetrieb an unserem Flugplatz in Hengsen-Opherdicke geben:

Die Vorbereitung

Ein Flugtag beginnt mit dem Briefing der Fluglehrer. Hier werden Wetterinformationen besprochen sowie Teams für die einzelnen Flugzeuge gebildet und Dienste verteilt, wie z.B. für Startleiter, Windenfahrer, Seilrückholer und Flugzeugrückholer. Die Startwinde wird aufgestellt, der Startwagen mit Ausrüstung bestückt und die Flugzeuge zum Startplatz gebracht.

Die Vorflugkontrolle

Vor jedem Flug erfolgt nach klaren Regeln eine Vorflugkontrolle für einen sicheren Flug. Wurde der Beladepan eingehalten? Ist der Fallschirm richtig angelegt? Sind alle Ruder frei? Wie sieht es mit der Windrichtung und Windstärke aus? Wenn der Pilot nach dem Check das Zeichen für den Start gibt, kann es losgehen!

Der Start

Bei uns in Hengsen wird das Flugzeug meist mit Hilfe eines Kunststoffseils und einer Winde in eine Höhe von etwa 400 Metern gezogen. Ein Windenstart kostet für Vereinsmitglieder – je nach Segelflugzeug – 4 bis 5 Euro und ist damit besonders in der Ausbildung die effizienteste Startmöglichkeit.

Alternativ gibt es bei uns den Flugzeugschlepp, auch „F-Schlepp“ genannt. Hier zieht ein Motorflugzeug das Segelflugzeug an einem Seil hinter sich her, kann es deutlich höher als 400 Meter und in optimale Bedingungen für ein längeres Flugerlebnis schleppen. Der Start kostet allerdings 20-30 Euro.

Die Höhe

Die Flughöhe im Segelflug muss immer wieder erkämpft werden. Da Segelflugzeuge keinen Antrieb besitzen, können sie nach dem Start ihre Höhe nur durch Aufwinde (sogenannte „Thermik“) erlangen. Diese Aufwinde werden durch Sonneneinstrahlung oder durch das Gelände bedingt. Der maximalen Flughöhe im Segelflug sind nur durch Lufträume, die Atmosphäre und durch das Wetter Grenzen gesetzt. Sie kann bis zu 10 km betragen.

Die Dauer

Die Flugzeit ist stark vom Geschick des Piloten und vom Wetter abhängig. Ohne Aufwinde ist der Flieger oft nach wenigen Minuten wieder am Boden. Unter günstigen Verhältnissen lassen sich aber Flugzeiten im Bereich einiger Stunden erzielen. Flüge von zwei bis sechs Stunden sind auch bei uns keine Seltenheit.

Die Distanz

Bei ungünstigen Wetterbedingung ohne ausreichend Thermik können sich Segelflugzeuge nicht allzu weit vom Platz entfernen. Bei günstigen Flugbedingungen sind jedoch auch Streckenflüge von 300 Kilometern und mehr möglich.

Die Geschwindigkeit

Die Fluggeschwindigkeit im normalen Gleitflug liegt bei etwa 90-100 km/h. Je nach Flugzeugtyp können aber auch Geschwindkeiten jenseits der 200 km/h Marke im Schnellflug geflogen werden – was allerdings mit Höhenverlust verbunden ist. Die Geschwindigkeit über Grund ist außerdem noch vom Wind abhängig. Er kann das Flugzeug verlangsamen, beschleunigen oder versetzen.

Die Landung

Ab einer Höhe von 150 Metern beginnt im Segelflug die Landeeinteilung. Hierbei befindet sich das Flugzeug im sogenannten „Gegenanflug“ auf die entsprechende Landebahn, dann folgen zwei 90 Grad Kurven, eine in den Quer- und eine in den Endanflug.

Durch Betätigung von Störklappen kann der Pilot den Anschwebewinkel auf die Landebahn durch Aufbau von mehr Widerstand erhöhen. Der Schiebe-Gleitflug („Slip“) ist zusätzlich eine häufig genutzte Methode, die verbleibende Höhe weiter abzubauen. Kurz vor dem Aufsetzen wird das Flugzeug im sogenannten Abfangbogen sanft auf die Landebahn gesetzt und rollt schließlich aus. Der Flug ist damit beendet.